Viertelfinale: Schwedische Dancing Queens tanzen ins WM-Halbfinale

von Robert am 10. Juli 2011

Schwe­den hat das WM-Halbfinale erreicht. In einem span­nen­den und abwechs­lungs­rei­chen Match setz­ten sich die Dancing Queens gegen Aus­tra­lien mit 3:1 durch und tref­fen im Halb­fi­nale auf Deutschland-Bezwinger Japan.

Lotta Schelin, Schweden.

End­lich: Lotta Sche­lin erzielte ihr ers­ten WM-Treffer für Schwe­den. Foto: Wikipedia/Yvwv

Schwe­den von Beginn an die ton­an­ge­bende Mann­schaft und mit den frü­hen Toren. Bereits nach zehn Minu­ten mar­kierte The­res Sjör­gan mit einem plat­zier­ten Schuss aus acht Metern die Füh­rung und nur sechs Minu­ten erhöhte Lisa Dah­lk­vist (16.) frei­ste­hend per Kopf auf 2:0. Bereits die Vor­ent­schei­dung? Danach sah es lange aus, denn von Aus­tra­lien kam in den ers­ten 35 Minu­ten so gut wie gar nichts und Schwe­den ließ dank der rou­ti­nier­ten Defen­sive nichts anbren­nen. Doch in der Schluss­phase der 1. Halb­zeit leg­ten die „Matil­das“ ihre Ner­vo­si­tät ab und konnte sogar den Anschluss­tref­fer durch Ellysse Perry (40.) erzie­len. Aus­ge­rech­net die Links­ver­tei­di­ge­rin, die bei den ers­ten bei­den Gegen­tref­fern keine gute Figur machte, gelang ein Traum­tor, als sie den Ball aus 16 Metern in den lin­ken Win­kel zir­kelte. Somit waren die Wei­chen auf eine span­nende 2. Hälfte gelegt.

2. Halb­zeit: Lotta Sche­lin erzielt ers­tes WM-Tor

Dort konnte Schwe­den nach einem kapi­ta­len Abwehr­feh­ler wie­der den alten Zwei-Tore-Vorsprung her­stel­len. Einen viel zu kur­zen Rück­pass schnappte sich Stür­mer­star Lotta Sche­lin und die 27-Jährige hatte keine Mühe, Aus­tra­li­ens Kee­pe­rin zu umspie­len und auf 3:1 zu erhö­hen. Es war der erste WM-Treffer für Sche­lin, auf den die ganze Nation so lange gewar­tet hat. Aus­tra­lien warf danach alles nach vorne und es ent­wi­ckelte sich ein span­nen­der Schlag­ab­tausch indem es auch immer rup­pi­ger wurde. Große Chan­cen zum Anschluss­tref­fer für Aus­tra­lien, doch Lisa De Vanna schei­terte zwei­mal. Am Ende ver­suchte es der Außen­sei­ter mit wei­ten Bäl­len, brachte die schwe­di­sche Abwehr aber nur sel­ten in Verlegenheit.

Fazit Schwe­den — Australien

Aus­tra­lien for­derte den Schwe­din­nen vie­les ab, brachte sich aber durch drei indi­vi­du­elle Feh­ler, die alle­samt zu Gegen­tref­fern führ­ten, um den Lohn der Arbeit. Schwe­den hin­ge­gen bot über weite Stre­cke eine abge­klärte und dis­zi­pli­nierte Vor­stel­lung und steht ver­dien­ter­ma­ßen im WM-Halbfinale. Durch den schwe­di­schen WM-Halbfinaleinzug hat Deutsch­land zugleich keine Chance mehr auf die Teil­nahme bei Olym­pia 2012 in London.

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