Halbfinale: Wambach führt USA ins WM-Finale – 3:1 gegen Frankreich

Die USA dür­fen wei­ter vom drit­ten WM-Titel träu­men. In Mön­chen­glad­bach fei­erte der Titel­fa­vo­rit einen 3:1-Erfolg gegen Frank­reich. Diese haben den US-Girls lange Zeit Paroli gebo­ten, schei­ter­ten am Ende aber an den eige­nen Feh­lern und einer über­ra­gen­den Abby Wambach.

Abby Wambach.

Abby Wam­bach führte das US-Team zum Sieg gegen Frank­reich. Foto: Wikipedia/Stanmar

1. Halb­zeit: US-Team fängt stark an und lässt stark nach

Die US-Girls von Anfang mit viel Offen­siv­drang und dem frü­hen Füh­rungs­tref­fer durch Lau­ren Che­ney, die einen Kon­ter aus kur­zer Dis­tanz in die lange beför­derte. Danach zog sich der Favo­rit etwas zurück und über­ließ weite Teile des Spiel­felds den Fran­zö­sin­nen, die nun bes­ser ins Spiel fan­den und zugleich den Respekt mehr und mehr ableg­ten. Dabei ver­suchte es Frank­reich wie gewohnt mit Dis­tanz­schüs­sen, allen voran die stark auf­trump­fende Louisa Necib, doch auf US-Torwartstar Hope Solo war Ver­lass. In der 33. Minute war aber auch sie geschla­gen, hatte aber Glück, dass ein schö­ner Dis­tanz­schuss von Sonia Bom­pas­tor aus 18 Metern nur gegen die Latte klatschte. Das Spiel wei­ter abwechs­lungs­reich, wobei Frank­reich mit tech­ni­schem schö­nem Fuß­ball zu gefal­len wusste. Die letzte Groß­chance vor dem Wech­sel hat­ten aber die USA, als Abby Wam­bach einen Kopf­ball aus spit­zem Win­kel gegen den Quer­bal­ken setzte. So blieb es bei der etwas glück­li­chen und knap­pen Halb­zeit­füh­rung für die USA.

2. Halb­zeit: Frank­reich schnup­pert an Sen­sa­tion – Wam­bach als Killer

Frank­reich kam bes­ser aus der Kabine und drückte wei­ter auf den Aus­gleich. Die Bemü­hun­gen wur­den belohnt und Sonia Bom­pas­tor (55.) erzielte auf kuriose Weise das 1:1. Die Fran­zö­sin flankte von links Rich­tung Tor, Hope Solo unter­schätzt die Bogen­lampe und der Ball lan­det im Netz. Die „Equipe Tri­co­lore“ auch in der Folge die spiel­be­stim­mende Mann­schaft, wäh­rend von den USA lange nichts mehr zu sehen war. In den letz­ten 15 Minu­ten wach­ten die Amis aber auf und zeig­ten ihre ganze Klasse. Beson­ders Abby Wam­bach ist her­vor­zu­he­ben, die ihre Mann­schaft per­ma­nent antrieb und einen gro­ßen Wil­len und Enga­ge­ment zeigte. So war es auch Wam­bach (79.) selbst, die nach stüm­per­haf­ten Abwehr­ver­hal­ten zur erneu­ten Füh­rung ein­köpfte, und kurz danach machte Alex Mor­gan (82.) mit einem gefühl­vol­len Heber alles klar. Von die­sem Dop­pel­pack konnte sich Frank­reich nicht mehr erholen.

Die USA ste­hen nach dem 3:1-Erfolg als ers­ter WM-Finalist fest. Die US-Girls hatte gegen die tap­fer kämp­fen­den und tech­nisch beschla­ge­nen Fran­zö­sin­nen große Mühe. Doch dank ihrer Cle­ver­ness, Rou­tine sowie einer unsi­che­ren fran­zö­si­schen Abwehr hat es am Ende gereicht. Im Finale am Sonn­tag geht es nun gegen den Gewin­ner des zwei­ten Halb­fi­nals zwi­schen Schwe­den und Japan.

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