Die USA dürfen weiter vom dritten WM-Titel träumen. In Mönchengladbach feierte der Titelfavorit einen 3:1-Erfolg gegen Frankreich. Diese haben den US-Girls lange Zeit Paroli geboten, scheiterten am Ende aber an den eigenen Fehlern und einer überragenden Abby Wambach.
1. Halbzeit: US-Team fängt stark an und lässt stark nach
Die US-Girls von Anfang mit viel Offensivdrang und dem frühen Führungstreffer durch Lauren Cheney, die einen Konter aus kurzer Distanz in die lange beförderte. Danach zog sich der Favorit etwas zurück und überließ weite Teile des Spielfelds den Französinnen, die nun besser ins Spiel fanden und zugleich den Respekt mehr und mehr ablegten. Dabei versuchte es Frankreich wie gewohnt mit Distanzschüssen, allen voran die stark auftrumpfende Louisa Necib, doch auf US-Torwartstar Hope Solo war Verlass. In der 33. Minute war aber auch sie geschlagen, hatte aber Glück, dass ein schöner Distanzschuss von Sonia Bompastor aus 18 Metern nur gegen die Latte klatschte. Das Spiel weiter abwechslungsreich, wobei Frankreich mit technischem schönem Fußball zu gefallen wusste. Die letzte Großchance vor dem Wechsel hatten aber die USA, als Abby Wambach einen Kopfball aus spitzem Winkel gegen den Querbalken setzte. So blieb es bei der etwas glücklichen und knappen Halbzeitführung für die USA.
2. Halbzeit: Frankreich schnuppert an Sensation – Wambach als Killer
Frankreich kam besser aus der Kabine und drückte weiter auf den Ausgleich. Die Bemühungen wurden belohnt und Sonia Bompastor (55.) erzielte auf kuriose Weise das 1:1. Die Französin flankte von links Richtung Tor, Hope Solo unterschätzt die Bogenlampe und der Ball landet im Netz. Die „Equipe Tricolore“ auch in der Folge die spielbestimmende Mannschaft, während von den USA lange nichts mehr zu sehen war. In den letzten 15 Minuten wachten die Amis aber auf und zeigten ihre ganze Klasse. Besonders Abby Wambach ist hervorzuheben, die ihre Mannschaft permanent antrieb und einen großen Willen und Engagement zeigte. So war es auch Wambach (79.) selbst, die nach stümperhaften Abwehrverhalten zur erneuten Führung einköpfte, und kurz danach machte Alex Morgan (82.) mit einem gefühlvollen Heber alles klar. Von diesem Doppelpack konnte sich Frankreich nicht mehr erholen.
Die USA stehen nach dem 3:1-Erfolg als erster WM-Finalist fest. Die US-Girls hatte gegen die tapfer kämpfenden und technisch beschlagenen Französinnen große Mühe. Doch dank ihrer Cleverness, Routine sowie einer unsicheren französischen Abwehr hat es am Ende gereicht. Im Finale am Sonntag geht es nun gegen den Gewinner des zweiten Halbfinals zwischen Schweden und Japan.

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