6. Dezember 2007
Silbernes Lorbeerblatt für Frauen-DFB-Elf
Am gestrigen Mittwoch empfing Bundespräsident Horst Köhler eine Auswahl der Frauenfußball-Weltmeisterinnen im Schloß Bellevue. Anlaß war die Verleihung der höchsten staatlichen Ehre im Sport — dem Silbernen Lorbeerblatt. Zeitgleich wurde Trainerin Silvia Neid mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für ihre Verdienste um den Frauenfußball in Deutschland geehrt.
Köhler geizte nicht mit ehemaligen Vorurteilen, und sprach im Beisein von DFB-Präsident Theo Zwanziger und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble offensiv überholte DFB-Regularien nach denen Frauen erst ihr Recht, um Fußball überhaupt erst spielen zu dürfen, zunächst erstreiten, und anschließend
nur mit kleineren und leichteren Bällen Fußball spielen durften.
an. Auch die mittlerweile angemessenen finanziellen Entlohnungen für die Erfolge der Frauen-Nationalmannschaft kommentierte er mit
Das zeigt, dass sich was tut. Die Zeiten von Bügelbrett und Kaffeeservice sind vorbei.
und spielte damit auf die ausgelobten Prämien zum Gewinn der Fußball-Europameisterschaft 1989 an.
Auch Theo Zwanziger zeigte sich enthusiastisch, und sagte weiter:
Im nächsten Jahr sind Olympische Spiele, und wir wollen die Goldmedaille aus Peking mitbringen.
An China hat die Frauen-Elf ja nicht die schlechtesten Erfahrungen, von daher kann ich mich abschließend nur unserem Bundespräsidenten anschließen:
Bleiben Sie als Team so, wie sie sind, und bleiben Sie damit das, was das silberne Lorbeerblatt würdigt: Vorbilder durch Leistung und Persönlichkeit.
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