Nadine Angerer

Name:
Nadine Mare­jke Angerer
Spitz­name:
Natze
Rücken­num­mer:
1
Posi­tion:
Tor
Ver­ein:
FFC Frank­furt
Geburts­tag:
10. Novem­ber 1978
Geburts­ort:
Lohr am Main

Wer­de­gang

Sport­lich

Nadine Ange­rer begann das Fuß­ball­spie­len in einer Jun­gen­mann­schaft ihres Hei­mat­or­tes. Auch war sie zunächst Stür­me­rin und nicht Tor­hü­te­rin. Erst bei einem Sich­tungs­spiel für die Unter­fran­ken­aus­wahl wurde ihr Tor­wart­ta­lent eher zufäl­lig ent­deckt, als sie die ver­letzte Tor­hü­te­rin erset­zen musste. Seit­dem ist sie bei die­ser Posi­tion geblie­ben. 1995 wech­selte Ange­rer vom ASV Hof­stet­ten zum 1.FC Nürn­berg, anschlie­ßend zum FC Wacker Mün­chen und dann zum Lokal­ri­va­len Bay­ern Mün­chen, mit dem sie in die Bun­des­liga auf­stieg. 1999 unter­schrieb sie einen Ver­trag beim Spit­zen­ver­ein Tur­bine Pots­dam. Damals galt sie bereits als her­aus­ra­gen­des Tor­wart­ta­lent im deut­schen Frau­en­fuß­ball. Für Pots­dam kam sie auf 126 Bun­des­li­ga­ein­sätze und holte mit der Mann­schaft meh­rere Deut­sche Meis­ter­schaf­ten und Pokal­siege. Nach einem kur­zen Inter­mezzo beim schwe­di­schen Klub Dju­gar­den kehrte Ange­rer 2009 in die Bun­des­liga zurück. Seit­dem spielt sie für den FFC Frankfurt.

Pri­vat & Beruflich

Um sich auf den Pro­fi­sport zu kon­zen­trie­ren, brach Nadine Ange­rer eine Aus­bil­dung zur Ver­an­stal­tungs­tech­ni­ke­rin ab. 2006/07 absol­vierte sie eine Umschu­lung zur Phy­sio­thea­peu­tin, wes­halb sie in die­ser Zeit auf Ein­sätze in der Natio­nal­mann­schaft ver­zich­tete. Für Schlag­zei­len sorgte Ange­rer zuletzt wegen ihres öffent­li­chen Bekennt­nis­ses zur Bisexualität.

Erfolge

Natio­nal­mann­schaft

Bereits seit 1996 ist Nadine Ange­rer für die deut­sche Natio­nal­mann­schaft aktiv. Im August 1996 hütete sie zum ers­ten Mal das Natio­nal­mann­schafts­tor im Spiel gegen die Nie­der­lande. Ein Jahr spä­ter holte sie mit dem Team bereits den Euro­pa­meis­ter­ti­tel. Zunächst blieb es aber bei ver­ein­zel­ten Ein­sät­zen als Ersatz für Silke Rot­ten­berg, die Ange­rer auch bei der WM 1999 nicht als Num­mer eins ver­drän­gen konnte. Ange­rer wurde 2003 und 2007 mit den DFB-Frauen Welt­meis­te­rin und noch drei wei­tere Male (2001, 2005 und 2009) Euro­pa­meis­te­rin. Bei allen sechs Tur­nier­teil­nah­men bis 2007 kam sie als Num­mer zwei jedoch kaum zum Ein­satz. Mehr Ein­satz­zeit bekam sie in der Olym­pia­aus­wahl der DFB-Damen, mit der sie bei den Olym­pi­schen Spie­len 2000, 2004 und 2008 drei Mal in Folge die Bron­ze­me­daille holte. Erst eine Ver­let­zung von Silke Rot­ten­berg ver­half Ange­rer in die Start­elf der A-Nationalmannschaft. Dort glänzte sie beson­ders bei der WM in China 2007 mit spek­ta­ku­lä­ren Para­den und sorgte für einen glat­ten Durch­marsch der DFB-Frauen zum Welt­meis­ter­ti­tel ohne ein ein­zi­ges Gegen­tor. Das waren ins­ge­samt rekord­ver­däch­tige 540 Minu­ten ohne Gegen­tref­fer. Beson­ders her­aus­ra­gend war ihre Leis­tung beim 2:0 Final­er­folg gegen die favo­ri­sier­ten Bra­si­lia­ne­rin­nen. Im Ver­ein wie in der Natio­nal­mann­schaft gilt Ange­rer als siche­rer Rück­halt. Sie strahlt durch ihr schnör­kel­lo­ses Spiel Sicher­heit aus und ist vor allem auf der Linie kaum zu bezwin­gen. Das Geheim­nis ihrer spek­ta­ku­lä­ren Para­den liegt, ihrer Ein­schät­zung nach, beim per­sön­li­chen Zusatz­trai­ning mit Ger­hard Trem­mel, dem Tor­hü­ter der Spiel­ver­ei­ni­gung Unterhaching.

Ver­ein

Ihre größ­ten sport­li­chen Erfolge schaffte Nadine Ange­rer mit Tur­bine Pots­dam. Sie wurde mit Tur­bine 2005 UEFA-Cup-Siegerin und errang eine lange Liste natio­na­ler Titel. 2004 und 2005 gewann sie den DFB Hal­len­po­kal, wurde vier Mal DFB Pokal­sie­ge­rin und zwei Mal, 2004 und 2006, Deut­sche Meis­te­rin. Beide Male schaffte Pots­dam das Dou­ble aus Meis­ter­schaft und Pokal.

Aus­zeich­nun­gen & Ehrungen

Bei der Welt­meis­ter­schaft 2007 wurde Ange­rer zur bes­ten Tor­hü­te­rin des Tur­niers gewählt. Dar­auf­hin erhielt sie vom Bun­des­prä­si­den­ten das Sil­berne Lor­beer­blatt, die höchste deut­sche Aus­zeich­nung für Sport­ler. Eben­falls 2007 wurde Ange­rer zur Sport­le­rin des Jah­res im Bun­des­land Bran­den­burg gewählt. Bei der deutsch­land­wei­ten Wahl zur Sport­le­rin des Jah­res lan­dete sie 2007 auf dem drit­ten Platz und auf dem vier­ten Platz bei den Wah­len zur Welt­fuß­bal­le­rin 2008.

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