Martina Müller
- Name:
- Martina Müller
- Rückennummer:
- 16
- Position:
- Sturm
- Verein:
- VfL Wolfsburg
- Geburtstag:
- 18. April 1980
- Geburtsort:
- Kassel
Werdegang
Sportlich
Martina Müller begann ihre Karriere bei der SG Helsa unweit ihrer Geburtsstadt Kassel. Über den FSC Lohfelden und die SG Kaufungen gelangte sie zum TSV Jahn Calden, mit dem sie in der Jugend erste Erfolge auf Landesebene erringen konnte. Zudem spielte sie ab 1993 für die Hessenauswahl und wurde 1995 in die U16-Nationalmannschaft berufen. 1998 schloss sie sich dem deutschen Meister FSV Frankfurt an, bei dem sie sich auf Anhieb einen Stammplatz sichern konnte. Nach zwei Spielzeiten, die der FSV jeweils im gesicherten Mittelfeld der Bundesligatabelle abschloss, zog es Müller zum SC Bad Neuenahr, für den sie fünf Jahre lang spielte. Trotz ihrer konstant guten Torquote stellte sich auch beim SC nicht der gewünschte sportliche Erfolg ein. Umso überraschender mutete da ihr Wechsel zum gerade in die 2. Bundesliga abgestiegenen VfL Wolfsburg im Jahr 2005 an, mit dem sie aber den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga schaffte, an dem Müller als Torschützenkönigin mit 36 Saisontoren einen maßgeblichen Anteil hatte. Auch mit dem VfL blieb ihr in den nächsten Jahren der erhoffte Vereinstitel bis heute allerdings verwehrt. Dennoch hat sich Müller als eine der besten Angreiferinnen der Liga etabliert, was sie seit 2000 mit einer stets zweistelligen Toranzahl bestätigt. Aktuell belegt sie mit 163 erzielten Treffern den sechsten Platz in der Liste der erfolgreichsten Bundesligatorschützinnen aller Zeiten.
Erfolgreicher als auf Vereinsebene war Müller mit der deutschen Nationalmannschaft, für die sie im Jahr 2000 gegen die USA debütierte. Mit zwei Weltmeistertiteln, zwei Europameistertiteln und einer Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen liest sich ihre Bilanz beim DFB-Team beeindruckend.
Privat & Beruflich
Neben dem Fußball verdiente Müller ihr Geld vier Jahre lang als Sportsoldatin bei der Bundeswehr, ehe sie nach ihrem Wechsel nach Wolfsburg einen Arbeitsplatz bei Volkswagen in der Abteilung Mobilitäts-Service erhielt.
Erfolge
Nationalmannschaft
Ihre bisher einzigen Titel konnte Müller mit der deutschen Nationalmannschaft erringen. Bereits ein Jahr nach ihrem Debüt durfte sie sich Europameisterin nennen, wobei sie bei dem Turnier im eigenen Land 2001 nur zu zwei Kurzeinsätzen als Einwechselspielerin kam. Zum Weltmeistertitel 2003 konnte sie in drei Spielen immerhin zwei Tore beisteuern. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Griechenland schied die deutsche Mannschaft mit Müller im Halbfinale gegen die USA aus, konnte sich aber gegen Schweden immerhin Platz drei sichern. Über eine Rolle als Ersatzspielerin kam die Wolfsburgerin auch bei der Weltmeisterschaft 2007 in China und bei der Europameisterschaft 2009 in Finnland nicht hinaus, wo die deutsche Mannschaft jeweils ihren Titel verteidigen konnte.
Auszeichnungen & Ehrungen
Für den Gewinn der Weltmeisterschaft 2007 wurde Müller (wie alle teilnehmenden Nationalspielerinnen) vom damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler mit dem Silbernen Lorbeerblatt, der höchsten verliehenen sportlichen Auszeichnung in Deutschland, geehrt. Zudem erhielt sie diverse Auszeichnungen auf regionaler Ebene. So wurde Müller im Jahr 2007 als “Wolfsburger Sportlerin des Jahres”, “Niedersachsens Sportlerin des Jahres” und “Nordhessens Sportlerin des Jahres” geehrt, zudem wurde sie 2008 “Niedersachsens Fußballerin des Jahres” und bekam im selben Jahr vom niedersächsischen Ministerpräsident Christian Wulff die Niedersächsische Sportmedaille verliehen. 2009 wurde Müller erneut als “Wolfsburgs Sportlerin des Jahres” ausgezeichnet.
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